10.02.14
Erzwungene Leistungssteigerung - Ehemalige DDR-Sportler und die Folgen des Dopings

 

Dagmar Kersten und Jutta Groll sind anerkannte Opfer des DDR-Staatsdopings. Schwimmerin Groll schluckte mit 12 erstmals männliche Hormone, Kunstturnerin Kersten mit 13. Es seien Vitaminpillen zur schnelleren Regeneration, so die damals gängige Sprachregelung der DDR-Trainer. Beide leiden noch heute unter den Folgen des Zwangsdopings, Dagmar Kersten wurde bereits sechs Mal operiert, ihre Gelenke sind verschlissen, sie lebt mit Schmerzen. Dagmar Groll brachte 1994 ein behindertes Kind zur Welt, offenbar kein Zufall. Eine Studie der Humboldt-Universität Berlin zeigt: gedopte ehemalige DDR-Sportlerinnen erlitten 32 Mal häufiger eine Fehlgeburt als Frauen in der Normalbevölkerung. Die Quote der Totgeburten lag zehnmal höher, jedes vierte lebend geborene Baby leidet an Allergien, Haut- oder Lungenkrankheiten.