25.03.13
Vergiftet im Mutterleib – Wenn Schwangere Alkohol trinken

 

4000 Kinder werden jedes Jahr mit dem Fetalen Alkohol-Syndrom, kurz FAS, geboren. Ihre Mütter haben während der Schwangerschaft Alkohol getrunken. Die Kinder sind geistig und körperlich behindert, die Ausprägung der Krankheit hängt davon ab, wie viel Alkohol die werdenden Mütter getrunken haben.

Patrick ist 22 Jahre alt, wirkt auf den ersten Blick ganz normal. Doch er kommt alleine nicht klar, erst seit er in einer Wohngemeinschaft lebt, läuft sein Leben in geregelteren Bahnen. Auch der 16-jährige Christian leidet unter einer extremen Ausprägung von FAS. Mit 1,48 Meter ist er sehr klein, seine geistigen Fähigkeiten liegen weit hinter dem eines normalen 16-Jährigen.

Kleinwuchs, ein kleiner Kopf, schmale Augen, schmale Oberlippe, die beiden senkrechten Linien zwischen Nase und Mund kaum definiert, das sind die typischen äußerlichen Merkmale von FAS. Problematisch ist, dass viele Frauen denken, dass nur Alkoholikerinnen ihre Kinder gefährden.

Doch schon gelegentliches Trinken oder das Feierabendbier können Auswirkungen auf das Ungeborene haben. Denn Alkohol ist ein Nervengift, das sofort in das Blut des Embryos übergeht. Dieser hat keine Chance, den Alkohol abzubauen, da z.B. die Leber noch nicht ausgereift ist. Der Alkohol braucht zehn Mal länger, bis er aus dem Körper des Embryos raus ist.