26.11.12
Tod durch Turbinenkraft – Wasserkraftwerke als Fischkiller

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Wasserkraftwerke gelten gerade im Zeitalter der Erneuerbaren Energien als Segen für das Klima. Sie liefern komplett CO2-freien Strom. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Denn die Turbinen eines Flusskraftwerks vernichten Jahr für Jahr Hunderttausende Wanderfische. Allein in der Lahn stehen 28 Kraftwerke, von denen einzelne bis zu dreißig Prozent der Lachse und Aale auf ihrem Weg in den Rhein vernichten.

Das Schlimmste daran: Laut einer Untersuchung des Umweltbundesamts ist die durch Wasserkraftwerke erzielte Stromausbeute mehr als gering, die Umweltschäden seien hoch und die meisten aller derzeit in Betrieb befindlichen Anlagen volkswirtschaftlich unrentabel. Gebaut werden sie dennoch fleißig – schließlich wird Wasserkraftstrom fürstlich subventioniert.

Allein in Bayern treibt derzeit ein ganzes Dutzend Energieunternehmen den Bau von mehreren hundert Kleinkraftwerken voran. 3.600 gibt es bereits – bis in die kleinsten Bäche und Flüsse hinein. Der Anteil an Strom, der durch Wasserkraft gefördert wird, steigt damit in Bayern aber lediglich von 0,05 Prozent auf 0,08 Prozent. Die gleiche Ausbeute wäre bereits mit drei Windrädern zu erzielen.

PLANETOPIA berichtet über die Irrwege in der Energiepolitik und zeigt den Kampf von Ökologen gegen die „Fisch-Häckselmaschinen“ in den Oberläufen von Flüssen und Bächen.