16.08.14
Mythos Urzeitmensch – Wie Forscher Jahrtausende alten Schädeln ein Gesicht geben

 

Vor 100 Jahren fanden Steinbrucharbeiter ein Doppelgrab in Oberkassel bei Bonn. Es sollte sich als einer der wichtigsten archäologischen Funde Deutschlands erweisen. Die beiden Toten wurden dort fast 15.000 Jahre zuvor begraben. Es handelte sich bei dem Mann und der Frau um die ältesten Überreste moderner Menschen, also des Homo Sapiens, in Deutschland. 100 Jahre nach dem Fund rekonstruiert die Rechtsmedizinerin Constanze Niess aus den Schädeln der beiden deren Gesichter. Zusätzlich wurden weltweit – unter Leitung der Archäologen Ralf Schmitz und Liane Giemsch – die Knochen und die DNA analysiert und am Fundort weitere Grabungen durchgeführt. So konnten neue Erkenntnisse über die Lebensgewohnheiten und den Alltag der Eiszeitjäger gewonnen werden.