11.08.14
Sprung für die Geschichte - Prothesen-Weitspringer kämpft um Anerkennung

 

Ein behinderter Weitspringer wird Deutscher Meister der Nichtbehinderten. Ein Sensationserfolg ohne Happy End. Prothesen-Sportler Markus Rehm hat mit dem Sprung von 8,24 Metern zwar die Qualifikationsnorm für die Europameisterschaften in Zürich erfüllt, der Deutsche Leichtathletikverband hat ihn aber nicht nominiert. Biomechanische Untersuchungen konnten nicht klären, ob Rehm bei der Deutschen Meisterschaft mit seiner Prothese ein Vorteil gegenüber nichtbehinderten Springern erwachsen ist. Schon 2011 entfachte eine Diskussion um gemeinsames Startrecht für Behinderte und Nichtbehinderte. Damals erwirkte der beidseitig unterschenkelamputierte südafrikanische Sprinter Oskar Pistorius ein Startrecht für die Olympischen Spiele in London. Weitere Messungen sollen nun zeigen, ob Rehm tatsächlich Vorteile mit seiner Carbonprothese hat. Für die Europameisterschaften, die am Dienstag beginnen, kommen die Messungen zu spät.