24.06.13
Das Kreuz mit dem Rücken – Wirbelsäulen-OPs steigen sprunghaft an

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Seit 2005 hat sich die Zahl der Rückenoperationen in Deutschland verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der AOK und der Orthopädischen Fachgesellschaft DGOOC. Und das, obwohl sich die meisten Experten einig sind, dass Kreuzschmerzen oft weniger mit defekten Wirbeln oder Bandscheiben zu tun haben als mit Stress, Muskelverspannungen oder chronischen Fehlhaltungen. Schmerztherapeuten belegen: durch konservative Behandlungen wie Krankengymnastik oder Entspannungsverfahren klingen die Schmerzen in den meisten Fällen von alleine wieder ab. Acht von zehn Patienten, die sich nach einer OP-Diagnose eine zweite Meinung einholen, entschließen sich am Ende gegen einen Eingriff. Und fühlen sich später bestätigt, dass die OP unnötig war. Was also treibt die Zahl der Rücken-OPs dennoch stark nach oben?

PLANETOPIA hat mit Patienten, Schmerztherapeuten und Orthopäden gesprochen und zeigt, warum man eine OP-Diagnose am Rücken nicht unkritisch hinnehmen sollte. Einige Krankenkassen bieten mittlerweile auch Zweitmeinungsverfahren an, bei dem sich Rückenexperten OP-Empfehlungen fachübergreifend noch einmal anschauen.