Sie waren Trophäen des Krieges, ein Zeichen großer Macht: Schrumpfköpfe, die nach dem Sieg über den Gegner als Zeichen der Stärke um den Hals getragen wurden. Rund 500 der künstlich geschrumpften menschlichen Schädel sind heute noch weltweit dokumentiert. Die siegreichen Krieger zogen die Kopfhaut mit einer ganz bestimmten Technik vom Schädelknochen ab und verarbeiteten sie dann weiter.
Wie genau das geschah, darüber gibt es bisher nur Vermutungen. Und immer noch gibt es viele Fragen: Sind die Schrumpfköpfe möglicherweise gar kein Brauch der Indios, sondern eine Erfindung der Europäer? Mehr als 50 Schrumpfköpfe haben die Mannheimer Forscher Wilfried Rosendahl und Andreas Schlothauer inzwischen untersucht. Mit neuesten Verfahren wie Zellbestimmung, biochemischen Prozessen und ähnlichem wollen sie herausfinden, wo genau die Köpfe herstammen.
Für PLANETOPIA haben die Forscher ihr Labor geöffnet und einem Kamerateam erlaubt, dabei zu sein, wenn Schrumpfköpfe weltweit zum ersten Mal in einem Computertomographen untersucht werden.

