19.03.12
Cannabis gegen Tourette – nur der Joint hilft Billy Wieschollek

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Seine Muskeln zucken so heftig, dass er sich nicht einmal eine Tasse Kaffee einschenken kann. Das Krampfen kann er nicht kontrollieren. Es hört auch nicht auf. Billy leidet am Tourette-Syndrom, einer neuropsychiatrischen Erkrankung, die durch Tics charakterisiert ist: Unwillkürliche, rasche, meist plötzlich einschießende und oft sehr heftige Bewegungen, die immer wieder in gleicher Weise einzeln oder serienartig auftreten.

Für Menschen mit TS ist es unmöglich, ein normales Leben zu führen. Doch es gibt ein Heilmittel aus der Natur: Cannabis. Der darin enthaltene Wirkstoff THC ist erstaunlich wirksam, aber in Deutschland gesetzlich verboten. Billy hat Glück: Er ist einer von etwa 60 Patienten, die eine Genehmigung für den Kauf von Cannabis haben. Etwa 10 Joints braucht er täglich, um normal leben zu können. Die Krankenkassen weigern sich allerdings, die Kosten zu übernehmen. Billy Wieschollek steht daher vor dem finanziellen Ruin.

PLANETOPIA hat den 28-Jährigen bei seinem ständigen Kampf gegen die Tics begleitet.