06.03.11
Die kleinsten Fabriken der Welt - 3D-Drucker auf dem Vormarsch

 

Eine Kaffeetasse, einen Flaschenöffner oder eine Blumenvase nicht kaufen, sondern zu Hause ganz einfach ausdrucken? Klingt unglaublich, ist es aber nicht.

Der Medieninformatik-Professor Jan Borchers hat einen 3D-Drucker zu Hause, der genau das kann. Das dauert zur Zeit zwar noch etwas länger als der Gang in ein Geschäft, aber die Technik die dahinter steckt, ist faszinierend. Im Internet findet Borchers Vorlagen für alle möglichen Gegenstände. Einfach den 3D-Drucker an den Rechner anschließen und schon trägt er, nach dem Muster des Internet-Bauplans, durch eine Düse flüssigen Kunststoff auf eine Arbeitsplatte auf. Millimeter um Millimeter entsteht so der Gegenstand. Ein 3D-Drucker für den Hausgebrauch.

Aber auch die Deutsche Oper in Duisburg nutzt die Technik: Die Formen für Schauspieler-Masken werden nicht wie früher aufwändig per Hand gestaltet, sondern heute einfach ausgedruckt. Und auch Deutschlands berühmter Formel-1-Rennstreckenkonstrukteur Hermann Tilke lässt die Modelle für neue Rennstrecken in einem 3D-Drucker entstehen.