10.10.10
Mythos Wassersparen - Warum der Zwang mehr schadet als nutzt

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Familie Mayer aus Gelsenkirchen spart Wasser, wo sie nur kann - beim Zähneputzen, beim Gießen des Gartens, auf der Toilette, in der Dusche. Die Botschaft der Europäischen Union und der Umweltverbände ist bei ihnen und vielen anderen Deutschen angekommen: Wasser ist knapp, wir müssen sparen. Die Verbrauchszahlen in Industrie und in privaten Haushalten sinken stetig.

Die Kehrseite der Medaille: die Zurückhaltung der Verbraucher kostet die Versorger Millionenbeträge. Im Wasserwerk Haltern spürt man die Folgen deutlich. Hier weiß man nicht wohin mit dem Wasser, Mitarbeiter lassen oft hunderttausende Liter Wasser ab, die ungenutzt im Rohrsystem verschwinden. Und wenn in Millionen Haushalten Wasser nur noch langsam fließt, müssen die Versorger teure Gegenmaßnahmen ergreifen wie Rohrspülungen. Das Wasser könnte sonst dort  verkeimen, in den Abwasserkanälen pappen Fett und Essensreste fest, weil wir zu wenig spülen. Dabei hat Deutschland Wasser im Überfluss.