Ein Facebook-User ruft dazu auf, den vermeintlichen Mörder eines kleinen Mädchens zu lynchen; eine Profisportlerin stellt Namen und Adresse eines Stalkers für Jeden zugänglich ins Netz; ein Tankwart veröffentlicht das Überwachungsfoto einer Benzindiebin. Alle drei haben die Grenzen dessen, was man darf, überschritten.
Die Übergänge zwischen freier Meinungsäußerung und Beleidigung, Verleumdung, übler Nachrede oder eben auch dem Aufruf zur Selbstjustiz sind oft fließend – oft sind es nur Nuancen in der Formulierung, die aus der Meinungsäußerung schon eine Beleidigung machen.
PLANETOPIA-Reporterin Johanna Hooß testet gemeinsam mit dem Rechtsexperten Christian Solmecke, wie schnell man als Privatperson tagtäglich die Grenze zur Beleidigung oder zur üblen Nachrede mit unbedachten Formulierungen überschreitet und welche Konsequenzen das haben kann.

