07.05.12
Das vergessene Labyrinth – eine Silbermine wird wiederentdeckt

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„Es ist für jeden Archäologen wie ein Sechser im Lotto, wenn er erstmalig einen Ort betritt, den zuvor 800 Jahre lang kein anderer Mensch betreten hat“, sagt Dr. Christiane Hemker vom Landesamt für Archäologie in Dresden.

Sie meint damit die mittelalterliche Silbermine, die sich in rund 30 Metern Tiefe unter dem Städtchen Dippoldiswalde im Erzgebirge erstreckt. Erst vor zehn Jahren wurde sie entdeckt, seit vier Jahren erforscht die Archäologin das riesige unterirdische Labyrinth. Über die Datierung der zahlreichen Hölzer, die sie im Bergwerk gefunden hat, weiß Christiane Hemker, dass das Bergwerk um 1185 bereits in Betrieb gewesen ist und etwa 80 Jahre lang ausgebeutet wurde.

Bei ihrer Arbeit müssen sich die Forscher beeilen. Da die alten Stollen extrem einsturzgefährdet sind, werden sie per 3D-Laserscanner vermessen, um daraus eine Animation des kompletten unterirdischen Labyrinths zu erstellen – und so für die Nachwelt digital zu erhalten.