Peter Schleicher ist ein lausiger Schüler, und er will Schauspieler werden. Grund genug für seine Eltern und Lehrer, ihn Anfang der 60er Jahre in die psychiatrische Abteilung der Wiener Universitätsklinik zu stecken. Sechs Wochen lang durchleidet der damals 17-Jährige ein Martyrium ohnegleichen. Erst bekommt er starke Beruhigungsmittel, dann Spritzen, die tagelange heftigste Fieberschübe verursachen. Schleicher hat fürchterliche Angst zu sterben.
Jetzt, nach 50 Jahren, sind Schleichers Krankenakte und die vieler anderer, denen es ebenso erging wie ihm, wieder aufgetaucht. Darin ist dokumentiert, dass junge Psychiatriepatienten bewusst mit dem Malaria-Erreger infiziert wurden. Warum, darüber gibt es bisher nur Mutmaßungen. Der Verdacht: Den Uni-Psychiatern ging es darum, den Erreger in Patienten am Leben zu erhalten, um sie für andere zweifelhafte Therapien zu nutzen.
PLANETOPIA hat mit Peter Schleicher und anderen Betroffenen gesprochen, die jetzt Wiedergutmachung für ihr damals erlittenes Leid einklagen wollen.

