Seit vielen Jahren ist er dem legendärsten Zimmer der Welt auf der Spur: Hans-Peter Haustein, Bürgermeister der kleinen Gemeinde Deutschneudorf im tiefsten Sachsen, sucht nach dem weltberühmten Bernsteinzimmer. Zumindest der Tourismus im Erzgebirge konnte bislang von Hausteins Suche profitieren, doch jetzt hat der 56 Jahre alte Politiker Konkurrenz bekommen – von einem Amtskollegen.
Hendrik Läbe, Bürgermeister des Altenburger Vororts Nobitz in Thüringen, will ebenfalls nach dem „achten Weltwunder“ graben – im nahegelegenen Leinawald. Beide Politiker glauben felsenfest an den Fund ihres Lebens. So hat Läbe Erinnerungen von Augenzeugen aus den letzten Kriegstagen ausgewertet und mit zwei geoelektrischen Messungen bereits einen 10 mal 60 Meter großen Hohlraum geortet. Deutschneudorfs Bürgermeister ist da sogar noch einen Schritt weiter. Der FDP-Mann aus dem Erzgebirge hat mit dem Graben schon angefangen und will von Augenzeugen erfahren haben, dass der rund 150 Millionen Euro teure Schatz in Sachsen vergraben wurde.
PLANETOPIA hat den irren Wettlauf um den wahren Verbleib des Bernsteinzimmers beobachtet und nachgezeichnet, wo der größte Schatz der Nazis tatsächlich abgeblieben sein könnte und warum er auch Jahrzehnte nach seinem Verschwinden so einen Reiz auf die Deutschen ausübt.

