Ihr Funkeln fasziniert Menschen seit Jahrhunderten, sie stehen für Unvergänglichkeit und wer einen von ihnen besitzt, weiß um seine Kostbarkeit: Diamanten sind nicht nur der härteste Stoff der Welt, vielen Superreichen gelten sie auch als eine der härtesten Währungen. Der Run auf Diamanten hat die Preise steigen lassen - in den Kaufhausvitrinen, aber vor allem auch auf Auktionen der Luxusversteigerer in London oder Hongkong. Im Zuge der Finanzkrise sind Diamanten genau wie Gold zu einem begehrten Anlageobjekt geworden.
Besonders die Steinreichen Asiens sind auf der Jagd nach großen, perfekten und vor allem seltenen Brillanten. Und für das Einzigartige werden Phantasiepreise gezahlt. Bisweilen eine Million Euro pro Gramm und mehr. Aber auch kleinere Steine sind teurer geworden, seit die Verliebten in China auf Diamanten fliegen. Bei mehr als 100.000 Verlobungen im Jahr floriert das Geschäft mit Juwelen. So wie sich das Diamantengeschäft immer stärker nach Asien verlagert, so sind auch indische Familien im Edelsteingeschäft immer mächtiger geworden. Ein Umbruch, den auch Europas Diamanten-Hochburg Antwerpen deutlich zu spüren bekommen hat. In der Stadt haben im letzten Jahrzehnt Tausende Schleifer ihren Job verloren. Das Gros der Diamanten erhält seinen Schliff heute dort, wo die Löhne niedrig sind – in Indien und China.
PLANETOPIA blickt hinter die Kulissen einer verschwiegenen Industrie: wir treffen hochkarätige Händler in Antwerpen, berichten aus der Stadt der Diamantschleifer im indischen Surat und zeigen, wie ein deutsches Familienunternehmen versucht, sich mit Hightech in der Produktion als Schmuckhersteller gegen die scharfe und technisch perfekt hochgerüstete Konkurrenz aus Asien zu behaupten.


