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Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt
Internettipps:

Bundeszentrale für Politische Bildung: www.bpb.de

Pol-Di.net e.V.: www.poldi.net

Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt

Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt

Spot: „Weißt du was? Geh nicht hin. Ich geh nicht hin, ich geh shoppen. Geh nicht hin. Sie werden mir das vielleicht ja nicht glauben, aber ich geh nicht wählen.“
Mister „Tagesschau“, Jan Hofer, geht nicht wählen? Und auch die anderen Promis erklären ihren Verzicht. Kaum zu glauben. 200.000 Mal wird dieser Spot im Netz geklickt, bevor die Auflösung folgt.

Spot: „Geh hin. Geh hin. Geh wählen. Sofort. Muss ich hier jedem einzelnen in den Arsch treten oder watt? Geh hin und wähle.“

Ein Spot, der zumindest für Verwirrung sorgt. Aber motiviert er tatsächlich auch zur Wahl zu gehen? Planetopia zeigt den Film Amir Kassaei. Für einen Auto-Werbespot hat er zuletzt den höchsten deutschen Kreativpreis erhalten. Ein Fachblatt listet ihn unter den drei besten Werbern – auf der ganzen Welt.
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Amir Kassaei, Werbeprofi: „Es ist am Thema vorbei. Ich glaube nicht, dass er die Nichtwähler oder die Leute, die bisher nicht wählen gegangen sind, dazu motiviert, dass sie wählen gehen. Es wird nicht der Grund erklärt, warum ich wählen soll.“

Produziert hat den Film Stefan Gehrke. Ganz überparteilich will er mit seinem Verein für mehr Wahlbeteiligung werben. Doch der Spot sorgt vor allem für Verwirrung. Allein Tagesschausprecher Jan Hofer muss über 1000 E-Mails an empörte Internetuser verschicken.

Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt

Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt

Stefan Gehrke, Produzent: „Wir wollten mit diesem Video provozieren. Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass es in Deutschland offensichtlich ne Wahlmüdigkeit gibt, ne Politikverdrossenheit. Wir haben uns Mühe gegeben, Menschen zu finden bei denen man vielleicht bei der ersten Aussage, ich gehe nicht wählen, überrascht ist. Das ist uns ja durchaus gelungen.“

Warum wir wählen sollen – das will auch eine Aktion in Eisleben klar machen. Hier im Jugendzentrum prallen Planeten aufeinander: Bundestagskandidaten aus Sachsen-Anhalt und Punks aus Eisleben. In der Konzertpause: Talkrunde mit den Politikern. Jeder Kandidat hat drei Minuten Zeit, sich vorzustellen.

Politiker „Ich bin mehr oder weniger ein Quereinsteiger, 2005 in diese Partei eingestiegen.“

Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt

Kampf der Wahlmüdigkeit: Was ein Werbeprofi empfiehlt

Die Jugendlichen – ganz offensichtlich desinteressiert. Sie warten auf die nächste Band. Kaum einer hört zu. Wie groß die Kluft zwischen Jugend und Politik ist, zeigt sich in dieser Situation, die die Kamera eher zufällig einfängt. Der Jugendliche hat genug, zeigt der Politikerin mitten in der Diskussion bewusst die kalte Schulter.

Jugendliche: „Warum soll ich noch wählen gehen, die machen nur leere Versprechungen und im Endeffekt kommt eh nichts bei raus.“

Jugendlicher: „Ist egal, wen man wählt, ist im Endeffekt immer das gleiche.“

Jugendlicher: „Das ist jetzt ungefähr so, als würde ich Eisleben B180 reinfahren und Wahlplakate lesen. Ich fand das eben üble Phrasendrescherei.“

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