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Vorsicht Falle - Betrug beim Online-Autokauf

Internettipp:

Tipps der Polizei zu Online-Käufen: www.polizei-beratung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet/e_commerce/

Europäische Verbraucherzentrale: www.evz.de

Infoseite zu Internetfallen: www.falle-internet.de

Vorsicht Falle - Betrug beim Online-Autokauf

Vorsicht Falle - Betrug beim Online-Autokauf

Familie Kaplan ist immer noch fassungslos! Eigentlich wollte sie längst einen Kombi wie diesen fahren. Doch ihr Traum vom geräumigen Familienauto ist geplatzt!

Sabine Schramm-Kaplan: „Ja, das sind auch so Sachen, wo man immer denkt, das passiert anderen, aber einem selber nie. Wir waren schon enttäuscht.“

Rückblick: Jochen Kaplan durchsucht Autobörsen im Internet. Die Auswahl - riesig! Natürlich soll das neue Familienauto erschwinglich sein. Und tatsächlich: Der 39jährige Glaser entdeckt ein interessantes Angebot – scheinbar ein Schnäppchen.

Jochen Kaplan: „Ja, also das Angebot war ungefähr so, als wenn man auf ein schwarzes Blatt einen weißen Fleck macht. Der ist natürlich rausgesprungen. Die anderen Autos waren alle zwischen zwei oder drei Jahre älter wie dieses Auto.“

Jochen Kaplan meldet sich direkt beim Verkäufer. Laut Anzeige steht das Auto in Deutschland – trotzdem erhält er eine Antwort auf Englisch!

Jochen Kaplan: „Er hat gesagt, er hätte bis jetzt auch in Deutschland gewohnt und wäre halt von der Armee versetzt worden nach Holland. Und da würde dieses Auto jetzt stehen, wäre allerdings auch noch in Deutschland angemeldet. Und für ihn, er hätte dieses Auto mitgenommen, er würde jetzt zurück gehen nach Amerika und wollte halt dieses Auto verkaufen. Deswegen würde er ihn zu so einem günstigen Preis verkaufen.“

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Das Auto würde die Familie von einer angeblichen Transportfirma bekommen – erst einmal nur zur Ansicht und völlig kostenfrei. Sollte den Kaplans der Kombi nicht gefallen, müssten sie ihn auch nicht bezahlen.

Jochen Kaplan: „Wo ich drauf gedrängt habe, war, ich wollte dieses Auto selber holen. Weil Holland ist von uns 250, 300 Kilometer. Da habe ich gesagt, ist in Ordnung, ich komme mit dem Geld und hole das Auto ab. Da meinte er, das ginge nicht. Das wäre schon bei dem Shipping-Unternehmen, das würde auf so einem großen Parkplatz stehen und nur darauf warten, dass das Geld da wäre, dass es verladen werden konnte.“

Die Kaplans wundern sich, gehen aber trotzdem auf den Deal ein. Zu verlockend ist das Auto-Schnäppchen aus dem Netz. Das Geld soll auf ein vermeintliches Treuhandkonto eingezahlt werden, auf das der Verkäufer angeblich keinen Zugriff hat.

Jochen Kaplan: „Also wir haben das erste Mal 1.800 Euro bezahlt, dann sollte der Wagen auf den Weg gehen. Nachdem wir dann bezahlt hatten und er das Geld auch abgeholt hat, kam dann wieder eine Email, er hätte die Anzahlung jetzt erhalten. Jetzt sollten wir noch mal 1.800 Euro überweisen, damit er den Auftrag diesem Shipping-Unternehmen geben könnte. Das haben wir dann wiederum gemacht. Und dann kam halt diese Email, wir müssten noch 2.500 Euro überweisen, damit der Wagen komplett bezahlt ist, damit der ausgeführt werden kann am Zoll.“

Auch diesen Betrag bezahlt die Familie aus Euskirchen – 6.100 Euro insgesamt! Doch das Auto kommt nie an.

Jochen Kaplan: „Wir haben immer gewartet... Aber von Stunde zu Stunde wurde eigentlich mehr klar, dass wir da halt Pech gehabt haben und wirklich dem Mann da auf den Leim gegangen sind.“

Vorsicht Falle - Betrug beim Online-Autokauf

Vorsicht Falle - Betrug beim Online-Autokauf

Betrug beim Autokauf im Internet. Wir besuchen das Europäische Verbraucherzentrum in Kiel. Hier gehen regelmäßig Beschwerden Geschädigter ein.

Bernd Krieger, Europäische Verbraucherzentrale: „Worauf springen die Verbraucher an? Sie springen auf sensationell günstige Preise an. Man geht davon aus, dass ungefähr 20 Prozent dieser Angebote unseriös sind.“

Allein im deutschen Netz erscheinen täglich 13.000 gefälschte Auto-Annoncen. Und die Betrüger sind raffiniert: Auf den ersten Blick sind die Fälschungen nicht zu erkennen. Die Wagen stehen angeblich immer in Deutschland.

Bernd Krieger: „Die Alarmglocken müssen läuten, wenn der Preis viel zu günstig ist. Im Internet kann man gut die Preise vergleichen. Der nächste Punkt: derjenige, der das Angebot macht, will ja nicht erkannt werden. Er gibt verkehrte Telefonnummern an. Er legt nur Wert darauf, dass er ausschließlich per Email erreicht werden kann. Er gibt keine Wohnadresse an. Oder aber Telefonnummer und Wohnadresse passen nicht zueinander. Da ist angeblich jemand, der in Deutschland wohnt, hat aber eine Telefonnummer in Großbritannien.“

Noch viel dreister ist die neuste Masche der Betrüger: Sie kapern die Verkaufs-Accounts von seriösen Autohändlern, stellen dann in deren Name super günstige Angebote ins Netz.

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